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WLADIMIR

Wollen Sie unvergessliche Eindrücke im Goldenen Ring von Russland gewinnen, so gibt es wenige Alternativen zu Wladimir. Kaum eine andere Stadt des Golden Ring ist so sehr mit dessen Geschichte verbunden. Die historische Bedeutung der alten Stadt Wladimir wurde dadurch bestimmt, dass sie in der Mitte des 12. Jahrhunderts, als Kiew seine dominierende Stellung in der Rus verlor, zum neuen Zentrum von Staat und Kultur in der Rus aufstieg. Das Wladimirer Land wurde zum Kern der Herausbildung der großrussischen Völkerschaft. Hier entstanden die Ideen zu einer neuen Vereinigung der russischen Länder. Und Moskau, einer der kleinen Städte dieses Gebiets, war es bestimmt, russische Hauptstadt zu werden.

In Wladimir erwarten Sie weißsteinerne Bauten aus dem 12. Jahrhundert, die nicht nur Meisterwerke der Architektur sind, sondern auch Zeugen des hauptstädtischen Glanzes der Stadt Wladimir, die damals am Kreuzungspunkt der Hauptwege der russischen Geschichte lag. Das Alte hat sich hier und da erhalten. Man muss sich nur ein wenig eingewöhnen und sich umsehen, und schon öffnen sich die Seiten seiner steinernen Chronik, bezaubernde Panoramen und anheimelnde, malerische Ecken. Schenken Sie sich eine Reise nach Wladimir

Demetrius-Kathedrale

Etwas weiter östlich  befindet sich die Demetrius-Kathedrale (1194-1197), die Palastkirche des Wladimirer Fürsten Wsewolod III., der auf den Namen Dmitri getauft worden war. Die Kathedrale ist dem heiligen Demetrius von Saloniki, dem Schutzherrn Wsewolod, gewidmet. Die Kathedrale ist nicht groß, doch geht von ihrem Anblick eine monumentale Majestät aus. Die vergoldete Kuppel der Kathedrale ist von einem kunstvollen Kreuz und einer Wetterfahne in Form einer Taube gekrönt.

Eine Besonderheit, die die Demetrius-Kathedrale unter den anderen Denkmälern jener Zeit hervorhebt, sind die reichen Reliefs aus weißem Stein. Lange kann man vor den Hochreliefs von Löwen, Zentauren, Schneeleoparden und den wundersamen Ornamenten verweilen. Hier sind biblische Sujets und Motive aus der antiken Mythologie verarbeitet worden.

Im Mittelteil aller drei Fassaden wiederholt sich eine Komposition mit dem biblischen Kaiser David, die in der mittelalterlichen Kunst an die Verherrlichung der Schönheit und Harmonie der Welt geknüpft war. Über dem linken Fenster in der Nordwand ist Fürst Wsewolod im Kreise seiner Söhne dargestellt.
In der Kathedrale sind Fragmente von Fresken aus dem 12. Jahrhundert erhalten, die von griechischen und russischen Meistern stammen.