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KARELIEN

Karelien ist der nordwestliche Rand von Russland. Vor allem bei den Bürgern aus Skandinavien ist die Region als Reiseziel bereits sehr beliebt. Karelien bietet althergebrachte Traditionen und einzigartige Denkmäler einer alten Kultur.
Karelien wird geprägt dürch seine Wälder und die Seen. Die berühmtesten Seen sin der Ladogasee und der Onegasee. Das Herzland Kareliens, das Land zwischen den beiden großen Seen - wird als die Heimat der Karelischen Kultur angesehen. Hier siedelten sich im 9. Jahrhundert die Slaven an.Die am besten ausgebaute Ecke von Karelien für Touristen ist die Insel Kizhi.
Hier existiert ein Freilichtmuseum mit einer Sammlung der einzigartigen hölzernen Bauten des Nordens von Russland. Herausragend unter diesen Baudenkmälern ist die ohne einen einzigen Nagel gebaute hölzerne Kirche, die auch in der UNESCO Liste der Weltkulturerben aufgeführt ist.

Ein Besuch auf der Insel Kizhi ist bei einem Karelien Besuch obligatorisch. 

Ein zweiter wichtiger Punkt in Karelien ist die Insel Valaam. Hier steht eines der ältesten orthodoxen Kloster von Russland.
Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet Karelien aber vor allem Eines: Unberührte Natur. Eine Top-Destination für den Angelurlaub (... schon mal an Eisfischen im Winter gedacht?) oder auch für Touren von Aktivurlaubern: Rafting in den reißenden Bächen der Region ist derzeit sehr populär.

Die Region wurde ursprünglich vom finno-ugrischen Volk der Karelier bewohnt. Von Nowgorod aus wurden die Karelier russisch-orthodox missioniert. Im 13. Jahrhundert war Karelien zwischen Schweden und Nowgorod hart umkämpft. Im dritten "Schwedischen Kreuzzug" (1293-95) eroberten die Schweden unter Torkel Knutsson den westlichen Teil Kareliens und errichteten die Burg Wiburg. Im Vertrag von Nöteborg wurde Karelien 1323 zwischen den beiden Reichen geteilt. Seit dieser Zeit entwickelten sich der West- und Ostkarelien in verschiedene Richtungen. Ostkarelien blieb orthodox geprägt, während Schwedisch-Karelien katholisch blieb und mit der Reformation protestantisch wurde.

Im Frieden von Nystad 1721 erhielt Russland den größten Teil Kareliens. Er wurde in der Folge als "Altfinnland" (finnisch Vanha Suomi) bezeichnet. 1809 fiel ganz Finnland an Russland. Als Zeichen seines guten Willens wiedervereinigte Zar Alexander I. 1812 Altfinnland mit dem 1809 aus den vormals schwedischen Gebieten geschaffenen Großherzogtum Finnland. Nach der Oktoberrevolution und der finnischen Unabhängigkeitserklärung 1917 war Karelien Schauplatz blutiger Kämpfe des Finnischen Bürgerkriegs. Zudem kämpften finnische Truppen gegen das bolschewistische Russland. Im Aunus-Feldzug versuchte Finnland vergebens, auch Teile Ostkarelien seinem Staatsgebiet hinzuzufügen. 1920 anerkannte Russland die Unabhängigkeit Finnlands in den Grenzen des Großherzogtums. Aus den russischen Teilen wurde 1923 die Karelische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) innerhalb der Russischen SFSR.