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MUSEEN UND SEHENSWURDIGKEITEN

Hermitage

Die „Staatliche Ermitage" ist in jeder Beziehung ein Museum der Superlative: Sie besitzt über drei Millionen Ausstellungsgegenstände der Kunst von der Urzeit bis in unsere Tage - und das verteilt auf ca. eintausend Räume in sieben erstklassigen Palästen. Allein bei der Aufzählung nur einiger der hier ausgestellten Maler ergreift den Besucher Schwindel: Dürer, da Vinci, Tizian, Rembrandt, Cezanne, Monet, van Gogh, Picasso ...­ Aber nicht nur Gemälde hat die Ermitage zu bieten: Graphik, antike Statuen und Gemmen, Münzen, skythische Goldgehänge und vieles andere mehr verbirgt sich hinter den barocken und klassizistischen Fassaden an der Newa, die auch ohne ihren kostbaren Inhalt schon Meisterwerke der Baukunst darstellen.
Würde der Besucher vor jedem Werk auch nur wenige Sekunden verweilen, bräuchte er an die siebzig Jahre, um sich alles anzusehen. Aber keine Angst: Mit ein bisschen Gefühl fürs Maß und den klaren Blick für die Selektion verwandelt sich das zweitgrößte Museum der Welt von einer unlösbaren Aufgabe in einen Kunstgenuss allererster Güte.

The Hermitage Museum in St. Petersburg, Russia


Russisches Museum

Wenn die Ermitage das Mekka für Liebhaber der westeuropäischen und der internationalen Kunst allgemein ist, so kommen Verehrer der russischen Kunst im Russischen Museum voll und ganz auf ihre Kosten. Zehn Jahrhunderte Kunstgeschichte offenbaren sich in den knapp 400.000 Exponaten dieses Hauses, das neben der Moskauer Tretjakow-Galerie zu den größten und besten Herbergen der einheimischen Kunst gehört. Hier gibt es alles – von der mittelalterlichen Ikonenmalerei bis zu den Werken zeitgenössischer Petersburger Künstler. Neben den Klassikern der akademischen Schule – etwa Wenezianow, Brüllow, Iwanow und Fedotow –, den „Wanderkünstlern“ Repin, Perow und Sawrassow und den Meistern der „Welt der Kunst“ Benois, Dobushinski und Bakst besitzt das Russische Museum eine erstklassige Sammlung an Werken der russischen Avantgarde der 1910-1930er Jahre – u.a. Malewitsch, Kandinsky und Filonow. Und auch der „sozialistische Realismus“ hat hier seinen angestammten Platz.

The Russian Museum, St. Petersburg, Russia

Kunstkammer
Museum of anthropology and ethnography named after Peter the Great

„Innerhalb eines Nachmittags einmal rund um den Globus - Schnuppern Sie hinein in die vergangenen Kulturen unserer Erde!“ So könnte ein Besuch der Kunstkammer, wie das „Museum für Anthropologie und Ethnographie“ gemeinhin genannt wird, angepriesen werden. Mit Ausnahme Europas ist jedem Kontinent mindestens ein Ausstellungsraum gewidmet. Gegenwärtig wird das älteste museum Russlands heftig renoviert, weshalb einzelne Kulturen oder Kontinente unzugänglich sein können.
In der altehrwürdigen Kunstkammer werden vornehmlich altertümliche Waffen, traditionelle Kleidungsstücke sowie Kunstgegenstände der verschiedensten Art gezeigt. Für Embryologen und Liebhaber von Horrorfilmen bildet die sogenannte Kuriositätensammlung Peters des Großen einen besonderen Höhepunkt. Der Zar und Museumsgründer brachte von seinen Reisen nach Europa vielerlei Skelette, ausgestopfte Tierkörper und präparierte Missgeburten mit. Diese bildeten den Grundstock der Exponate, welche in der Kunstkammer, dem ersten öffentlichen Museum Russlands, zur Bildung des Volkes ausgestellt wurden.

Menschikow-Palais

Das ockergelbe Palais am Universitätskai gehört zu den ältesten Gebäuden von St. Petersburg. Es entstand zwischen 1710 und 1727 und ist ein typisches Beispiel für den so genannten „Petrinischen Barock“. Sein Besitzer war der erste General-Gouverneur der Stadt Alexander Menschikow, der engste Mitstreiter Peters I. Das Menschikow-Palais ist seit 1967 eine Filiale der Ermitage und beherbergt heute eine ständige Ausstellung zur Geschichte der russischen Kultur im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts.
Die liebevoll restaurierte Innenausstattung vermittelt einen anschaulichen Einblick in das Alltagsleben eines russischen Adeligen zu Zeiten Peters I. Edelste Wandvertäfelungen, glänzende holländische Kachelöfen, feinst gemustertes Parkett, verzierte Möbelstücke und profane Küchengeräte führen dem Besucher vor Augen, wie reiche Petersburger ganz am Anfang der Existenz ihrer Stadt lebten.

Jussupow-Palais

Dieser sehenswerte Palast liegt ein wenig abgelegen vom unmittelbaren Stadtzentrum; Besucher des ehemaligen Stadthauses der Fürsten Jussupow an der Moika werden dennoch reich für den Abstecher belohnt – nicht nur wegen des Rasputin-Mythos: Man kann den Besuch mit einem Spaziergang in die malerische Ecke der Nikolaus-Kathedrale und den daran anschließenden historischen Stadtteil Kolomna oder einem Abend im fünf Minuten entfernten Mariinski-Theater krönen.
Die Jussupows gehörten bis 1917 zu den reichsten Adelsfamilien des Landes, was in den je nach Epoche und Mode wechselnden Ex- und Interieurs ihrer Villa am Moika-Flüsschen einen glänzenden Ausdruck fand. Dies eröffnet dem heutigen Besucher des Museums die Möglichkeit, von Barock über Klassizismus, von pseudo-maurischen und neu-gotischen Spielereien bis zum ausgereiften Jugendstil alle entscheidenden Richtungen der Innenarchitektur jener Zeit unter einem Dach nachzuvollziehen.

Санкт-Петербург, Юсуповский дворец

Der Sommergarten The Summer garden

Der Sommergarten ist nahezu so alt wie die Stadt selbst. Das Ensemble des Sommergartens ist eines der ältesten in Sankt Petersburg. Peter der Große hat selbst den Grundriss des Gartens entworfen, und den Platz dafür gewählt. Denn er war durch den europäischen Königsparken beeindrückt, und hatte Lust etwas Ähnliches in seinem neu gebauten „Venedig des Norden“ anzulegen. In Peter's neuen Park war alles entsprechend der letzten Mode geschaffen. Die Bäume und die Büsche waren in der kunstvollsten Weise gekappt, alle Alleen wurden mit Marmorplastiken und Fontänen dekoriert. Berühmte Architekten Matveev, Semzov, Miketti, Leblon und andere nahmen am Schöpfen dieses Meisterwerkes der Gartenkunst teil. In seinen Gärten pflegte Peter der Große regelmäßige Empfänge und Bälle (die sogenannten "Assambleji") zu organisieren, die mit den Tänzen, Trinken und eindrucksvollen Feuerwerke begleitet wurden.

Санкт-Петербург, Летний дворец Петра I

Jelagin-Palast

Der 1818-22 erfolgte grundlegende Umbau des Jelagin-Palastes war das erste eigenständige Werk des Klassizisten Carlo Rossi. Erst später wurde Rossi durch seine umfassenden Architektur-Ensembles berühmt – und gehört bis heute zu den wichtigsten Baumeistern Petersburgs. Der den Palast umgebende Park mit seinen Teichen lädt zum Verweilen und Entspannen ein.
Zu Beginn lebte Kaiserin Maria Fjodorowna, die Witwe Pauls I., in dem weitläufigen und freundlichen Gebäude, später diente es den russischen Zaren als Sommerresidenz. Der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Palast wurde liebevoll restauriert und birgt seit 1987 ein Museum für die angewandte Kunst des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind die Gala-Empfangssäle und Wohnräume der ehemaligen Besitzer.

The Yelagin Palace, St. Petersburg, Russia

Marmorpalais

Wie viele Petersburger Paläste, hat das Marmorpalais am Ufer der Newa eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Die heutige Filiale des Russischen Museums war ursprünglich ein Geschenk der Zarin Katharina II. für ihren Favoriten Grigori Orlow gewesen, der die Vollendung der großzügigen Gabe jedoch nicht mehr erlebte. Das 1768-1785 von Antonio Rinaldi im klassizistischen Stil erbaute Schloss wurde mit 32 Sorten Marmor, Granit, Bronze und viel Gold ausgestattet und war bis zur Revolution im Besitz der Familie Romanow.
Die sonst eher groben Bolschewiki bewiesen stets einen guten Geschmack, wenn es um die Wahl ihrer Residenzen ging. So nimmt es nicht Wunder, dass 1937 im Marmorpalais das Leningrader Leninmuseum seine Tore öffnete – der Führer des Weltproletariats hatte sich ein solches hochherrschaftliches Ambiente wohl verdient. Im Innenhof wurde der Panzerwagen aufgestellt, von dem Lenin im April 1917 vor dem Finnländischen Bahnhof eine flammende Rede an das revolutionäre Volk gehalten hatte. Bis 1991 hielt dieser makabre Zauber an, dann wurde Lenin aus dem Palast hinausbefördert, der Panzerwagen musste hingegen sein Exil im Artillerie-Museum antreten.

The Marble Palace in St. Petersburg, Russia

Michaels-Schloss

Zar Paul I. hatte Angst vor seinen politischen Gegnern, er fürchtete sogar um sein Leben. Deshalb ließ er sich ein Schloss bauen, das eher einer trotzigen Burg gleicht als einer schicken Zarenresidenz. Wassergräben, Ziehbrücken und viel Wachpersonal sollten das Leben des Zaren schützen. Es nützte nichts: Im März 1801, kurz nach der Fertigstellung des Bauwerks, wurde Paul I. in seinem neuen Daheim ermordet. Heute ist das Michaels-Schloss ein Teil des Russischen Museums.
Einen Besuch ist es wert – zumindest eine Betrachtung von außen. Denn im Innern findet man nur mäßig interessante Dauer- sowie Wechselausstellungen.
Das nach dem Erzengel Michael benannte Michaels-Schloss brachte seinem Erbauer kein Glück: Nur wenige Monate nachdem Zar Paul I. in sein neues, vermeintlich sicheres Zuhause eingezogen war, wurde er von adligen Verschwörern umgebracht. Dabei hatten die Architekten Wassili Baschenow and Vincenzo Brenna auf Wunsch des Ermordeten alles getan, um das die neue Zarenresidenz sicher zu machen.

The Mikhailovsky (St. Michael's) Castle, St. Petersburg, Russia

Peter-Pauls-Festung

Die Peter-Pauls-Festung ist das unbestrittene Herz der Stadt. Hier wurde am 27. Mai 1703 der Grundstein zur Festung Sankt-Piterburch (Zar Peter I., der Gründer, wollte sie auf holländische Art benannt haben) gelegt. Angelegt als Trutzburg gegen die Angriffe der Schweden musste die Peter-Pauls-Festung niemals ihre eigentliche Funktionstüchtigkeit unter Beweis stellen. Stattdessen wurde sie sehr bald zum berüchtigsten politischen Gefängnis des zaristischen Russland. Heute ist die Festung eine friedliche Oase in der hypergeschäftigen Riesenstadt: Sie beherbergt das Museum für Stadtgeschichte und ist ein Ort, an dem die Petersburger gerne ihre Freizeit verbringen. Wer die Zeit und Muße hat, kann hier ohne Probleme einen ganzen Tag zubringen.
Vor der Kathedrale befindet sich der Friedhof der Festungs-Kommandanten, eine der ältesten erhaltenen Nekropolen von St. Petersburg. Hier wurden zwischen 1720 und 1907 neunzehn der insgesamt 32 Kommandanten begraben, wobei Orthodoxe und Protestanten einträchtig nebeneinander liegen.

Peter and Paul Fortress, St. Petersburg, Russia

Die Isaak Kathedrale

Die Isaakskathedrale, die die Nordseite des Isaaksplatzes begrenzt, ist die prächtigste Kirche St. Petersburgs. Darüber hinaus zählt sie mit ihren beinahe schon überdimensionalen Ausmaßen - sie ist 111 m lang, 97 m breit und 101,50 m hoch - zu den größten sakralen Kuppelbauten der Welt.
Gottesdienste fanden hier bis zur Oktoberrevolution statt, 1928 beschloß man, die Kirche in ein Museum umzuwandeln, das 1931 seine Tore öffnete. Mit der zunehmenden Religionsfreiheit in der Sowjetunion konnte erstmals 1990 wieder ein Gottesdienst in der Kathedrale abgehalten werden, es folgten im Januar 1991 und 1992 besonders feierliche russisch orthodoxe Weihnachtsgottesdienste.
Eine erste dem hl. Isaak von Dalmatien, dessen Gedenktag mit dem Geburtstag Peters d. Gr. zusammenfällt, geweihte Kirche wurde wenige Jahre nach der Gründung von St. Petersburg errichtet. An der Stelle der heutigen Isaakskathedrale entstand in den Jahren 1768-1802 ein Kirchenbau, der jedoch schon bald nach seiner Vollendung als nicht imposant genug erschien.

St Isaac's Cathedral, St. Petersburg, Russia

Die Kirche “Unser Retter auf dem verschütteten Blut”

Diese ertaunliche russische Kirche wurde an der Stelle gebaut, wo Kaiser Alexander II am 1. März 1881 ermordet worden ist. Gebaut zwischen 1883 und 1907, wurde die Kirche entworfen, beinflusst von dem Geist des Sechszehnten und Siebzehnten Jahrhundert und inspiriert von der St. Bassil’s Kirche in Moskau.
Das Interieur der Kirche, eines Denkmals dem verstorbenen Kaiser Alexander II, wurde mit verschiedenen Farbtönen von Marmor und Mozaik geschmückt.
Nach der Oktoberrevolution in 1917 traf die Kirche ein trauriges Schicksal, das auch eine riesige Zahl von Kirchen getroffen hatte, in den 1920er wure es geschlossen.
Seither dienste es als Treffpunkt für diejenigen, die die sowjetische Regierung propagandierten und mit der Zeit fiel die Kirche zum Zerfall. Oft wurde es vorgeschlagen, dass man die Kirche abreissen solle, da sie eine christliche Einrichtung ist und in einem atheistischen Land nicht geduldet werden kann.
Es ist wahrlich ein Wunder, dass die Kirche diese Periode überlebt hat. In 1970 brachte man „Unseren Retter“ unter die Obhut und Management von St. Isaac Kathedrale, die ein Programm der Wiederherrstellung eingeführt hat, die widerrum ganze 25 Jahre gelastet hatte.
Heute wurden die Zwiebeltürme der Kirche vergoldet, und dem Inneren wird verholfen zu seinem ehemaligen Ruhm wieder zu finden. Nun ist die Kirche für das Publikum offen.

The Church of Our Savior on Spilled Blood, St. Petersburg, Russia

Smolny-Kathedrale

Das Ensemble der Smolny Kathedrale „des Wiederauflebens für Alle Bildungserrichtungen“ hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck, obwohl es nicht vollendet wurde, und der grandiose 140 m großer Glockenturm (es sind 18 m höher als der Glockenturm von St. Peter-Paul-Kathedrale) nicht gebaut wurde.
Die Kathedrale wird Sie in Erstauen versetzen. Wenn man sich ihr nähert, hat man das Gefühl, dass diese mystische Errichtung an Größe zunimmt und dabei majestätisch bleibt.
Sogar jene Architekten, denen der Barok-Stil nicht imponiert hatte, schätzten Rastrelli für sein Werk, mit vollkommenen Verhältnissen und ausgezeichnetem Dekor.
Einige sagte, dass wenn Architekt Giacomo Quarenghi, der ganz andere Methoden der Architektur bevorzugte, und eine offenherzige Feindschaft gegenüber Rastelli hegte, sich vor dem Haupteingang zur Smolny Kathedrale umdrehte und seinen Hut herunternahm, nur um voller Leidenschaft aufzuschreien: „Ecco Una chiesa!“ („Was für eine Kirche!“)

Санкт-Петербург, Воскресенский Смольный монастырь

Puschkin-Museum

Wer kennt ihn nicht, den großen Alexander Sergejewitsch Puschkin, den mit Abstand berühmtesten aller russischen Dichter? Nach ihm wurden Wodkamarken, Theater und Städte benannt, und in jedem noch so kleinen russischen Dorf findet sich eine Puschkin-Straße. Das umfangreiche Museum über den wegweisenden Schriftsteller und seine Zeit ist in der Wohnung des Dichterfürsten untergebracht, wo er die letzten vier Monate bis zu seinem tragischen Tod verbrachte. Das herrschafliche Haus zählt zu den ältesten der Stadt – der Gebäudekomplex des Museums stammt aus dem Jahr 1740. Puschkin, der ein angesehenes Miglied der vornehmen Petersburger Gesellschaft war, bewohnte mit seiner Familie eine Mietwohnung im Erdgeschoss. Nachdem man an der Kasse links im Hof seinen Obolus entrichtet hat, gelangt man über die Kellertreppe in die Wohnung. Wer nicht an der geführten Wohnungsbesichtigung teilnehmen will, kann die Dienste des elektronischen Führers in Anspruch nehmen. Die Kopfhörer sind sauber und die Kassette liegt auch in deutscher Sprache vor.

Alexander Pushkin Museum and Memorial Apartment, St. Petersburg, Russia

Denkmal für die Verteidiger Leningrads”

Vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 wurde Leningrad von der deutschen Wehrmacht belagert. 900 lange Tage und Nächte leistete die Stadt erbitterten Widerstand. Nach dem Willen Hitlers sollte Leningrad zur Kapitulation gezwungen werden und daraufhin für immer von der Landkarte verschwinden. Das im Jahr 1975 eingeweihte „Denkmal für die Verteidiger Leningrads“ zeugt von einem der grausamsten Kapitel der Weltgeschichte.
Der fast 50 Meter hohe Granitobelisk der Gedenkstätte bestimmt den ersten Eindruck, den viele Touristen von St. Petersburg bekommen und auch den letzten, den sie am Ende mit nach Hause nehmen. Denn der „Platz des Sieges“, in dessen Zentrum sich das Monument befindet, liegt inmitten der achtspurigen Achse vom Flughafen in die Innenstadt. Einzig diese exponierte Stelle schien den Petersburgern angemessen, um an die einstigen Verteidiger ihrer Heimatstadt zu erinnern.

Monument To The Heroic Defenders Of Leningrad, St. Petersburg, Russia

Kreuzer „Aurora“

Am 25. Oktober 1917 fiel der wohl folgenschwerste Schuss der Weltgeschichte: Das Signal zum Sturm auf den Winterpalast gab für alle deutlich hörbar die „Aurora“ mit ihrer Bordkanone – sozusagen die Initialzündung der Oktoberrevolution. Der geschichtsträchtige Kreuzer samt Kanone ruft mittlerweile nicht mehr zum Kampf gegen Zar und kapitalistische Ausbeuter: Die „Aurora“ liegt heute als eines der berühmtesten Denkmäler der Stadt friedlich auf der Newa vor Anker.
Wer die Ehrenwache passiert und die aufs Schiff führende Gangway genommen hat, kann sich auf dem Oberdeck der „Aurora“ frei bewegen. Zu sehen gibts Artillerie, viel blank gewienertes Messing und zahlreiche ebenso gut polierte Gedenktafeln. Und – man befindet sich ja schließlich auf einem Kriegsschiff – zentimeterdicke Stahlplatten überall.

The Summer garden (the log Cabin of Peter the Great)

Der Sommergarten ist nahezu so alt wie die Stadt selbst. Das Ensemble des Sommergartens ist eines der ältesten in Sankt Petersburg. Peter der Große hat selbst den Grundriss des Gartens entworfen, und den Platz dafür gewählt. Denn er war durch den europäischen Königsparken beeindrückt, und hatte Lust etwas Ähnliches in seinem neu gebauten „Venedig des Norden“ anzulegen. In Peter's neuen Park war alles entsprechend der letzten Mode geschaffen. Die Bäume und die Büsche waren in der kunstvollsten Weise gekappt, alle Alleen wurden mit Marmorplastiken und Fontänen dekoriert. Berühmte Architekten Matveev, Semzov, Miketti, Leblon und andere nahmen am Schöpfen dieses Meisterwerkes der Gartenkunst teil. In seinen Gärten pflegte Peter der Große regelmäßige Empfänge und Bälle (die sogenannten "Assambleji") zu organisieren, die mit den Tänzen, Trinken und eindrucksvollen Feuerwerke begleitet wurden.

 

Санкт-Петербург, Летний сад, Летний сад