VORSTADTE
Zarskoe Selo (Puschkin)
Zarskoje Selo ist zusammen mit Peterhof die schönste Zarenresidenz Russlands. Zarskoje Selo bietet vielleicht nicht derartige Eleganz und Fülle an Kaskaden und Fontänen wie Peterhof, aber der Prunk und die Schönheit des Katharinenpalastes übertrumpft eindeutig die des Großen Palastes in Peterhof . Zarsoje Selo entstand Mitte des 18. Jahrhunderts und war die begünstigte Residenz der russischen Zaren - Katharina I, Katharina II, Alexander I und Nikolaus II. Seit 1937 trug die Residenz den Namen "Puschkin", der zu Ehren Alexander Puschkin, Russlands größtem Dichter, zu seinem 100. Todestag gewidmet wurde. Seit 1811 besuchte der damals 12jährige Alexander Puschkin die Eliteschule für Jungen in Zarskoe Selo. „Ich, der glücklichen Faulheit wahrer Sohn, von Herzen sorglos“, schrieb er später über seine sieben Zarskoe-Selo-Jahre. Hier schrieb er seine ersten Gedichte. Das Lyzeum mit dem Puschkin-Museum befindet sich im rechten Flügel des Katharinenpalastes. | ![]() |
Peterhof
Peterhof ist wohl der berühmteste und schönste Vorort Sankt-Petersbugs. Wenn sie nach Sankt-Petersburg kommen ist der Besuch von Peterhof ein absolutes Muss, der als Ausflugsziel unter den Zarenresidenzen den ersten Platz einnimmt. Man nennt ihn auch als das Versailles Russlands. Die Schloss- und Parkanlage ist eine der schönsten der Welt, die mit Ausnahme von Versailles bei Paris vergeblich ihresgleichen sucht. Die Entstehung von Peterhof ist auf das Jahr 1704 zurückzuführen. Kurz nach der Gründung Sankt-Petersburgs entstand an der Südküste des Finnischen Meerbusens ein kleines Landhaus dass Peter der Große in Auftrag gegeben hatte. Hier machte der Zar auf seinem Weg von der Peter-Paul-Festung nach Kronstadt oftmals eine Rast. | ![]() |
Gatchina
1765 schenkte Katharina die Große das schöne Plätzchen Gatschina ihrem Günstling und Geliebten Graf Orlow, der hier mit dem Bau des Park-und Schloßensemble im frühen russischem Klassizismus begann. | ![]() |
Lomonossow – Oranienbaum
Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde aus den deutschen Ortsnamen Oranienbaum, den der Ort seit seiner Gründung getragen hatte, schließlich Lomonossow. Seit aus Leningrad wieder Sankt Petersburg geworden ist, trägt Lomonossow seinen deutschen Namen auch im Untertitel. Im Wappen führt die Stadt einen Orangenbaum. Die einstige Zarenresidenz sowie der Vorort Sankt-Petersburgs trägt den Namen Russlands größtem Gelehrten Michail Lomonossow. In der Nähe des heutigen Lomonossow gründete er damals ein Farbglaswerk, die heute in Sankt Petersburg seinen Namen trägt und die berühmteste Russlands ist. Die zahlreichen Paläste und Parks von Oranienbaum dienten bis 1917 als Sommerresidenzen der königlichen Familie und des Adels. Oranienbaum entstand 1710 mit der Errichtung des Palastes und Parkkomplexes für Herzog Alexander Menschikow, einen engen Freund und Berater Peters des Großen und ersten Gouverneur von Sankt Petersburg. Nach der Verbannung des Herzogs beschlagnahmte Elisabeth I. seinen Besitz und schenkte es ihrem Neffen, dem späterem Peter III., der Oranienbaum liebte und sich hier weit häufiger aufhielt, als in Peterhof oder Sankt-Petersburg. | ![]() |



